”Es ist noch nicht sehr lange her, dass ein Bericht über meinen Audi 200 5T in der Audi Scene Live erschien“, beginnt Peter Göldner mit etwas Wehmut in der Stimme seine quattro-Geschichte zu erzählen. Der Artikel (Ausgabe 02/09 ”Zweieiige Zwillinge”, Anm. der Red.) endete mit den Worten ”…das Warten auf das H-Kennzeichen beginnt.” So weit. So gut. Doch sollte es soweit leider nicht kommen.
Peter schildert das Geschehen: ”Am 20.04.09 fuhr mir eine Dame in ihrem Ford mit circa 70 km/h ungebremst auf meinen stehenden Turbo. Ein Erlebnis, dass mich bis heute – aus vielerlei Gründen – noch stark beschäftigt.”
Es war für Peter ein unbeschreibliches Gefühl der Trauer, der Wut und des Entsetzens neben dem total zerstörten Wagen zu stehen. ”Viele Bilder schossen mir in dem Moment durch den Kopf: Die ganze Arbeit war für die Katz, mein ganzer Stolz, nun alles zerlegt!” Peter zog sich bei dem Crash schwere Verletzungen zu: er erlitt einen Brustbeinbruch, Prellungen und ein schweres Schleudertrauma, was ihm bis heute noch viele Probleme bereitet.
Wie sollte Peter anschließend vorgehen? Würde er für seinen Totalschaden noch einen angemessenen Preis bekommen? Welcher Gutachter kennt sich in solchen Fällen gut aus? Viele Fragen waren zu beantworten. Peter telefonierte noch am selben Tag mit einem Kfz-Sachverständigenbüro. Er wählte Wolfgang Heinke in Holzminden, einen sehr kompetenten Sachverständigen in Sachen Old- und Youngtimer, aus. Heinke erstellte sein Gutachten und erwähnte darin, dass ein vergleichbares Fahrzeug in ganz Europa nicht erhältlich sei. Der Wiederbeschaffungswert läge bei 8.000 Euro. Die gegnerische Versicherung, bei der Peter zufällig auch versichert ist, erkannte das Gutachten ohne Einwände an. Schon nach 10 Tagen hatte der Beverner sein Geld – 8.000 Euro minus Restwert – auf dem Konto. Aber was nützte ihm das Geld, wenn kein adäquater Audi-200-5T-Schaltwagen-Ersatz angeboten wird?
”Sicherlich waren meine Ansprüche an ein solches Fahrzeug hoch,” erläutert der ausgebildete KFZ-Mechaniker, ”der Totalschaden stand schließlich mit dem ersten Lack da und war außer den Endspitzen ungeschweißt. Der Nachfolger sollte eine gleich gute Basis besitzen. Ein eigentlich unmögliches Unterfangen.”
So verbrachte Peter unzählige Stunden im Internet um einen Typ 43 zu finden. Leider ohne Erfolg!
Seine Frau brachte Peter dann auf eine andere Fährte. Sie sagte: ”Schatz, erfülle dir doch deinen Traum und suche nach einem Urquattro…”
Die ganze Urquattro-Story lesen Sie in der ASL-Ausgabe 02/2010
Von: Andreas Ehm
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