Der Jumbo-Jet

Der RS7 wurde komplett foliert

Nach dem Kauf ging es zu KL Racing

Hinter der RS7-Front lauern 747 PS

Der Auspuff endet im Carbon-Diffusor

Was soll man da noch verändern?

Die "747" ist sowas wie eine magische Zahl unter den Freunden der Fliegerei. Das erste Großraumflugzeug des amerikanischen Herstellers Boeing trug diese Bezeichnung - der ab 1969 genutzte Jumbo-Jet war seinerzeit das weltgrößte Passagierflugzeug. Der RS7 von Katja Eberhardt gehört zwar auch nicht gerade zu den Microcars auf Deutschlands Straßen, ist von den Dimensionen des Luftfahrzeugs aber meilenweit entfernt. Wenn es jedoch um den Schub der Beiden geht, kommen sich Audi und Boeing schon wesentlich näher...

Urlauber und Geschäftsreisende kennen die nuschelige Ansage: "Ready for departure" heißt es kurz und knapp im Flieger, kurz bevor es endlich auf die Startbahn geht. Die Kabinen-Crew checkt noch einmal, ob alle Passagiere angeschnallt sind, dann nimmt auch sie ihre Plätze ein. Es dauert nicht mehr lange, dann werden die - im Falle der 747 bis zu 660 - Fluggäste in ihre Sitze gedrückt. Die Reise hat begonnen. Wenn Katja die volle Schubkraft, pardon: Leistung ihres RS7 abruft, lautet die Ansage nur kurz und knapp "Okay?" - dann geht´s los.

Der Effekt ist ganz ähnlich: Es presst die Mitfahrer in die Sitze, der Blick geht gespannt geradeaus. Gerade einmal 3,3 Sekunden vergehen, bis die Tachonadel die 100-km/h-Marke erreicht, nach insgesamt 10,3 Sekunden werden die 200 km/h passiert. Ein Ende der Beschleunigung ist erst bei GPS-gemessenen 337 km/h erreicht. Knapp darunter liegt übrigens die Startgeschwindigkeit eines Jumbo-Jets...

Als fürsorgliche Mutter braucht man natürlich Platz, deswegen fiel die Wahl aktuell auf den am alltäglichen Straßenbild recht selten anzutreffenden RS7. "Ich hatte einfach Lust drauf", unterstreicht Katja die Entscheidung mit einem vielsagenden Grinsen. Der Händler guckte bei der Auslieferung nicht schlecht, als noch im Showroom der Laptop ans Auto angeschlossen wurde - man will ja schließlich wissen, womit man es zu tun hat! Zurück in Meerbusch kümmerten sich die Experten von KL Racing um den Neuwagen. Der vier Liter große V8 bekam zwei geänderte Turbolader, die Motorelektronik wurde optimiert und die den neuen Anforderungen entsprechenden Hochdruckpumpen montiert.

Zwei 90-mm-Downpipes sowie die beiden 100-Zellen-Rennsportkatalysatoren mindern den Abgasgegendruck. Wie schon bei den vorherigen Projekten stellte F-Town die neue, klangstarke Auspuffanlage zusammen. Die Getriebe-Software wiederum passte man ebenfalls bei KL Racing an die neuen Gegebenheiten an, denn: Das Auto war mittlerweile zum schnellsten RS7 Deutschlands geworden! Und dafür zeichnen nicht weniger als Jumbo-mäßige 747 PS verantwortlich - wenn das mal keine Ansage ist... Vor dieser brachialen Leistung hat auch Katja mächtig Respekt, zumal der überarbeitete V8 den Audi quasi ohne Unterbrechung nach vorne katapultiert - untermalt von einem infernalischen Sound.

Die komplette Story gibt´s in der AUDI SCENE 01/15!

Von: T. Pfahl

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